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Termine - Was LIFEt am Rohrhardsberg?

Der Entstehungsprozess

Unsere Milestones

Vorgehen und Beteiligte

Der Naturerlebnisraum Rohrhardsberg entsteht in einem gemeinschaftlichen Prozess, an dem Kinder, Jugendliche von sieben Schulen und Erwachsene beteiligt sind.

Beteiligte Schulen

Beteiligte Unternehmen

Mitglieder der Begleitgruppe

  1. RP Freiburg Ref. 56 als Projektleiter des LIFE-Projekts (+ NSG)
  2. Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg (Projektträger und Geldgeber)
  3. Kreisforstamt Schwarzwald-Baar als Projekt-Partner mit Personalkapazitäten, Ortskenner und Flächeneigentümer
  4. untere Naturschutzbehörde (FFH-Verträglichkeit)
  5. untere Schulbehörde (Vernetzung schulische und außerschulische Bildung)
  6. örtliche Vereine und Verbände: BUND, Naturfreunde, Schwarzwaldverein (Akteure und Ortskenner)
  7. örtliche Bildungseinrichtungen: Ochsenhof, Ökostation (Akteure und Bildungsanbieter)
  8. Vertreter der beteiligten Schulen (Pädagogische Begleitung der Kinder und Jugendlichen-Akteure)
  9. Gemeinde Schonach
  10. Einbindung der zukünftigen Naturführer/innen (Frau Schyle, Herrn Kienzler, Frau Schwarz, Frau Grob)

Weitere Experten

Verlauf

Nach der Zukunftswerkstatt im September 2007, in der die Wünsche und Erwartungen der Kinder und Jugendlichen entwickelt wurden, ging es in der Planungsphase im Frühjahr / Sommer 2008 darum, in gemeinsamen Diskussionen einen Plan für das Gebiet zu entwickeln, dem sich alle Beteiligten anschließen können und der dann auch im Rahmen des LIFE- Natur- Projektes umgesetzt werden kann.

Dieser Schritt auf dem Weg zum Naturerlebnisraum erforderte bei den Kindern und Jugendlichen auf der einen Seite Konzentration und Ausdauer, weil Argumente formuliert und eigene Wünsche an das Gebiet untereinander und mit Erwachsenen diskutiert wurden. Auf der anderen Seite boten gerade diese Diskussionen aber auch wichtige Erfahrungen für die Demokratieschulung der Jugendlichen und ermöglichen es später den Kindern und Jugendlichen, sich mit den Ergebnissen nachhaltig zu identifizieren. Grundsätzlich erwerben die teilnehmenden Jugendlichen fachliche, methodische und soziale Kompetenzen und erfahren Handlungsfähigkeit in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Experten und Berufsgruppen. Den Erwachsenen, die als Partner im Prozess beteiligt sind, werden durch die Diskussionen Veränderungen im Lern- und Freizeitverhalten der jungen Zielgruppe deutlich. Mit Hilfe des generationenübergreifenden Ansatzes können sie neue Erkenntnisse bei der Vermittlung von Naturschutzwissen und -handeln erwerben.

Planungsphase Frühjahr/ Sommer 2008

Die Aufgabe des ersten Planungstreffen am 28. Februar 2008 war es, an die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt anzuknüpfen. Die Schüler wurden dort bereits in drei Planungsgruppen aufgeteilt. Als Hausaufgabe sollten die Schüler Vor- und Nachteile der einzelnen Projekte festhalten. Dabei wurde deutlich, dass einige Ideen aufgrund von Sicherheits- und Wartungsaufwand variiert bzw. gestrichen werden mussten.

Die Aufgabe des zweiten Planungstreffens am 17. April 2008 war es, die Ergebnisse des ersten Planungstreffens probeweise in die naturräumliche Umgebung des Rohrhardsberges aufzubauen. Hier stellten sich ganz praktische Dinge heraus, z.B. die Frage nach der Art der Beschaffenheit von Bäumen, Standortfaktoren und Plätzen, an oder mit denen die Projektideen verwirklicht werden sollen.

Am dritten Planungstreffen am 13./ 14. Juni am Moosmättle stand die Erforschung der Wege im Gebiet zwischen Ochsenhof und Moosmättle im Vordergrund. Es wurde Ausschau gehalten nach möglichen Orten, an denen die einzelnen Projekte verwirklicht werden können, und es wurde untersucht, welche Wege im Gebiet für den Naturerlebnisraum nutzbar sein können. Dabei wurde ein neuer Verbindungsweg (der alte Rückeweg) zwischen Ochsenhof und Skilift als mögliche Teilstrecke der Themenpfade entdeckt und es Orte favorisiert, an denen die einzelnen Projektideen umgesetzt werden sollen.

Am vierten Planungstreffen am 19. Juni wurde der Stand der Planungen der Begleitgruppe vorgestellt und das pro und contra diskutiert. Ausgehend vom Ochsenhof wurden dann in einer Vor-Ort-Begehung die bisher vorgesehenen Standorte der Projekte angeschaut. Dabei wurde deutlich, dass für den Platz der Baumschaukel keine Kompromisslösung gefunden werden konnte und damit erneut ein Alternativstandort ausfindig gemacht werden musste. Der Alternativstandort wurde mit den Schülern in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien ausgewählt.

Stand Dezember 2008

Realisierungsphase: Herbst 2008 bis Herbst 2009
Seit Herbst 2008 haben wir mit der Umsetzung begonnen.

  1. Themenwege – Informationen zu den verschiedenen Lebensraumtypen und Tieren. Auf verschieden langen Touren kann der Naturerlebnisraum erforscht und entdeckt werden. Hierfür erhalten die nutzenden Gruppen einen Rucksack/Wanderstab inkl. Kompass und Karte und weitergehenden Informationen und Aufgabenstellungen.
  2. Tiere aus Holz – Im Naturerlebnisraum sollen verschiedene FFH-Tiere aus Holz aufgestellt werden – ausgehend von den vorgeschlagenen Routen im Gebiet sind sie mittels im Waldboden befindlicher Fußspuren in unmittelbarer Wegnähe zu finden.
  3. Auerwildkugelbahn – In einem Fichtenreinbestand wurde vorab (naturschutzrechtliche Befreiung NSG) eine Auerwildkugelbahn mit Auszubildenden einer Firma aus Schonach realisiert. Hier wird anhand der Kugelbahn einiges zur Biologie (Merkmale, Lebensraum, Gefährdung) des Auerwildes vermittelt.

    Sie wurde in einem Fichtenbestand angelegt, der hierfür aufgelockert wurde. Das vorhandene Laubholz wurde damit gefördert.

    Anhand der Station soll spielerisch Wissen über die Biologie und Gefährdung des Auerwildes aufgezeigt werden.
  4. Hängebrücke/ Wasserstation – Zwischen dem Parkplatz Mühlebühl und dem Moosmättle soll eine Hängebrücke über die Elz leiten. Sie soll den Anreiz bieten, sich mit dem Lebensraum Fließgewässer näher zu beschäftigen und zu untersuchen, was im und am Bach lebt. Am Eingang zum Grillplatz wurde im Herbst 2008 ein kleiner Tümpel angelegt, um vergleichend ein Stillgewässer für Untersuchungen zu haben und vorhandene sensible erkundete Bereiche im Moorbereich zu schonen.

    Im neuen Tümpel soll die Möglichkeit bestehen, vergleichend mit der Fließgewässerstation Untersuchungen an einem Stillgewässer vornehmen zu können.
  5. Grillstelle mit Wiesen und angrenzenden Mooren – die schon viele Jahre bestehende Grillstelle wurde in den Sommermonaten als Treffpunkt und Planungsstation genutzt und von den Azubis wurden die alten durch neue Holzbänke ersetzt sowie die Feuerstelle “gesichert”. Hier sollen mit Hilfe eines Herbariums und Bestimmungshilfen die Pflanzen der Wiesen und Moore am Moosmättle erforscht und kennengelernt werden. Dazu laden Kochrezepte zum Zubereiten von Speisen mit Kräutern (unter Anleitung der fachkundigen Naturführer) der Umgebung ein oder eine Wiesenralley mit spannenden Fragestellungen.
  6. Baumschaukel und Vogelbestimmung – Am Waldrand oberhalb des Ochsenhofes soll zwischen zwei Bäumen eine Baumschaukel/Hängematte installiert werden, die die Beschäftigung mit der Vogelwelt am Rohrhardsberg zum Hintergrund hat. An umliegenden Bäumen sollen Vögel aus Holz versteckt werden, die die Besucher entdecken können. Vogelstimmen auf MP 3 Playern sollen die Bestimmung erleichtern und das Erlebnis vertiefen.
  7. Walderlebnisstation und Kletterreh – Am Waldrand und Wasserspeicher oberhalb der Siedlung Rohrhardsberg soll eine Walderlebnisstation entstehen. Hier soll an einem Rastplatz mittels verschiedener Exponate Anreiz dazu gegeben werden, sich mit den verschiedenen Baum- und Pflanzenarten auseinanderzusetzen.
    Ein Wildschwein dient darüber hinaus als Punkt, an dem Informationen über die Lebewesen des Waldes und die Flora des Gebietes gesammelt werden können.
  8. Ochsenhof: Bio-Landwirtschaft am Rohrhardsberg erleben.
    Das behäbige und urwüchsige Schwarzwaldgehöft wurde im Jahr 1700 erbaut, in den letzten Jahrzehnten mit viel Liebe renoviert und steht heute unter Denkmalschutz. Das Trinkwasser wird aus einer eigenen Quelle gewonnen. Die Energieversorgung erfolgt unabhängig vom Stromnetz über eine eigene Wasserturbine, geheizt wird mit Kachelöfen und Holzzentralheizung. Der Hof wird im Nebenerwerb als BIOLAND-Betrieb bewirtschaftet. Viele Arbeiten werden dabei noch von Hand ausgeführt. Mit auf dem Hof leben Kühe, Ziegen, Hühner, Katzen und ein Hund. Von Juni bis September dienen die Weiden ums Haus als Sommerweide für Kühe. Der Ochsenhof bietet mit seinen Ferienwohnungen optimale Voraussetzungen für Bildungsaufenthalte auch für Schul-/Jugendgruppen, gekocht wird in der Gruppenküche, der Aufenthaltsraum dient als große Lern- und Lebensstube. Am Ochsenhof sollen als Teil des Naturerlebnisraumes Führungen ab Herbst 2009 zur biologischen Landwirtschaft und gesunder Ernährung angeboten werden, bei denen die Kinder und Jugendlichen diesen Bioland-Bauernhof durch seine Bewirtschafter (Jörg Mack / Almud Brünner) kennenlernen. Eine frühzeitige Anmeldung ist dabei allerdings dringend erforderlich.

Auf der Karte sind die Plätze der geplanten Stationen eingezeichnet.
Die Stationen sind dabei so gewählt, dass sie an möglichst wenig sensiblen Bereichen bzgl. der Umweltverträglichkeit liegen. Da es Ziel des Naturerlebnisraumes ist, die FFH Lebensraumtypen und Arten den Kindern und Jugendlichen näher zu bringen, musste die Lage aber auch so gewählt werden, dass die Lebenraumtpen als Anschauungsobjekt miteinbezogen werden.

Wegenetz

Der Großteil des geplanten Rundkurses verläuft auf bestehenden Wander- und Forstwegen. Als Neuanlage/Reaktivierung ist lediglich die Verbindung vom Skilift zum alten Rückeweg zwischen Ochsenhof und Skilift sowie eine Querverbindung zum Mühlebühl angedacht und ein kurzes Teilstück zwischen Grillstelle und Hängebrücke, das zum Teil auf einem alten Weg verläuft und ansonsten entlang der Hangkante verläuft -auf der Karte gestrichelt eingezeichnet. Die neuen Teilstücke werden als reine Fußpfade ohne weitere Befestigung begehbar sein.

Dank an Spender

Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg bedankt sich herzlich für die Sachspende eines Slacklines bei der Firma Gibbon Slacklines – ID Sports GmbH.
Über weitere Sach- und Geldspenden würden wir uns sehr freuen (Link zum Spenden).

Einweihung und Übergabe des “Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche im NATURA 2000-Gebiet Rohrhardsberg” am Freitag, den 09. Oktober 2009 beim Ochsenhof von 11.00 bis 14.00 Uhr

Das Modellprojekt “Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche im NATURA 2000-Gebiet Rohrhardsberg” wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Kreisforstamt Schwarzwald-Baar-Kreis unter dem Motto “Natur bildet” durchgeführt. 2007 starteten wir mit dem Forstamt sowie Schülerinnen und Schülern der Region diese Bildungsmaßnahme im Rahmen einer Zukunftswerkstatt. Die Ideen der Zukunftswerkstatt wurden mit einer Begleitgruppe, Experten vor Ort sowie Schülerinnen und Schülern konkretisiert und realisiert. Die Ergebnisse möchten wir Ihnen nun präsentieren!

Am Freitag, den 09. Oktober 2009, wird Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, MdL den Naturerlebnisraum Rohrhardsberg offiziell einweihen und seiner zukünftigen Bestimmung übergeben. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr vor dem Ochsenhof und endet gegen 14.00 Uhr am Moosmättle (nur für geladene Gäste).

Das Modellprojekt, das zwischenzeitlich auch als offizielles Projekt der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet wurde, basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, den Naturschutzverbänden, dem Ochsenhof, Artenschutzkennern, Bildungseinrichtungen, den Naturführern Rohrhardsberg sowie Künstlern und Handwerkern im LIFE-Projektgebiet “Rohrhardsberg, Obere Elz und Wilde Gutach”. Als Naturerlebnisexperten konnten über 50 Schülerinnen und Schüler aus 10 umliegenden Schulen, über 30 Auszubildende der Firma Burger und neun Jugendliche des Raphaelshaus Dormagen mobilisiert werden.

Der Naturerlebnisraum kann als Lern- und Erfahrungsort zu NATURA 2000-Arten und – Lebensräumen auf spannende Art und Weise genutzt werden. Schülerinnen und Schüler haben mobile Rucksäcke und stationäre Elemente zum Erforschen der Natur entwickelt, sei es der Holztier- oder Wasserpfad, ein Amphibienteich, die Auerhuhnkugelbahn, eine Waldstation mit Kletterwildschwein, ein Feuerplatz rund um das Thema Wiese, eine Baumhängematte zum Lauschen von Vogelstimmen oder die Baumbrücke über die Elz als Forschungsstation für Kleinstlebewesen. Am Ochsenhof selbst dreht sich alles um die ökologische Landwirtschaft sowie das Leben und Arbeiten auf einem Schwarzwaldbauernhof.

Der Naturerlebnisraum wurde auf Flächen der Landesforstverwaltung errichtet und wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg nun an den Partner, das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, übergeben. So können die Schulen und Jugendgruppen rund um das LIFE-Projektgebiet von den Ergebnissen profitieren und die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft am Rohrhardsberg naturnah erleben und hautnah kennen lernen.



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