Der Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche
Im Naturerlebnisraum gibt es viel zu erleben
Macht Euch mit uns auf eine Entdeckungsreise zwischen Moos, Ochsenhof und Elzhof.
Drei Forscherrucksäcke mit Wanderstab, Karte und Kompass ermöglichen tolle Erlebnisse in der Natur. Alle wichtigen Informationen, Spielanleitungen und Materialien sind in diesen Rucksäcken sowie die Schlüssel zu stationären Forscherboxen. Diese enthalten alle notwendigen Forschermaterialen
wie z. B. Bestimmungshilfen, Experimentieranleitungen und Kescher zum Erforschen der Lebensräume.
Auf der großen Runde trefft Ihr auf folgende Themenpfade.
Der Holztierpfad lädt ein, die einheimische Tierwelt von Angesicht zu Angesicht zu betrachten. Zehn geschnitzte „Großtiere“ sind hier zu sehen u. a. Hochmoorgelbling, Groppe, Schwarzspecht, Gebirgsgrashüpfer und Quelljungfer …
Der Wasserpfad widmet sich der faszinierenden Landschaft an den Elzfällen: Unterschiedliche Stationen und Spiele erklären Zusammenhänge rund ums Gebirgsgewässer.
Am Ochsenhof auf 960 Meter ü. NN gibt es Landwirtschaft pur zu erleben – hier kann man übernachten oder „Mit offenen Augen und Eselsohren“ unterwegs sein, und dabei vieles über ökologische Landwirtschaft und das Leben und Arbeiten auf einem Schwarzwaldgehöft lernen. Nur auf Voranmeldung möglich!
Das Faltblatt Naturerlebnisraum können Sie hier herunterladen.
Auf der vorliegenden Karte können Sie sich eine Übersicht über den Naturerlebnisraum verschaffen.
Naturerlebnisraum_Karte.pdf
Rucksackbegleiter
Es gibt drei Zugänge zum Naturerlebnisraum am Rohrhardsberg – das sind unsere drei Rucksackbegleiter, die die Besucher (gegen eine Leihgebühr von 1 €/Person sowie einer Pfandhinterlegung von 50 €) nur nach telefonischer Anmeldung
• im Ochsenhof, Tel. 07722 – 6272,
• im Tourismusbüro Haus des Gastes in Schonach,
Tel. 0 77 22 – 96 48 10 oder
• über das Landratsamt Schwarzwald-Baar/
Forstamt Betriebsstelle Schwarzwald in Triberg
Tel. 0 77 21 – 9 13 30 00 ausleihen können.
Betreute Angebote
Biologische Landwirtschaft auf dem Ochsenhof
Der Ochsenhof am Rohrhardsberg
Der Ochsenhof liegt in traumhafter, einsamer und sonniger Lage auf 960 m Höhe mitten im Naturschutzgebiet des Rohrhardsberges. Das behäbige Schwarzwaldgehöft wurde im Jahre 1700 erbaut und fügt sich seither mit seinem weithertuntergezogenen Dach behutsam in den Südosthang des Rohrhardsbergs ein.
Der Ochsenhof wurde in den letzten 40 Jahren liebevoll renoviert und gilt als Kulturdenkmal. Er verfügt über eine Quelle, die Energieversorgung erfolgt über eine eigene Wasserturbine die durch den Armensbach gespeist wird. Der Hof wird seit 2004 als BIOLAND-Betrieb bewirtschaftet.
Im Rahmen des LIFE-Projektes diente der Ochsenhof als Unterkunft und Anlaufstelle für die Kinder und Jugendlichen, die sich an der Zukunftwerkstatt für den Naturerlebnisraum Rohrhardsberg beteiligten.
Auf dem Ochsenhof können im Rahmen des Naturerlebnisraums Rohrhardsberg folgende Angebote wahrgenommen werden.
Die Angebote richten sich an Kinder zwischen 6–12 Jahren und sind für Gruppen und Schulklassen (max. 25 Kinder) geeignet.
Ökologische Landwirtschaft und Naturschutz am Rohrhardsberg
Lange Winter, kurze Vegetationszeiten und steile Hänge bieten keine guten Voraussetzungen für die Landwirtschaft. Warum boten Rinder den Bauern in den rauhen Höhenlagen des Schwarzwaldes seit jeher eine Lebensgrundlage? Was unterscheidet die ökologische von der konventionellen Viehhaltung? Welchen Beitrag leistet eine ökologische Landwirtschaft für den Naturschutz? Das und noch einen Menge mehr könnt Ihr bei einem ca. 90 minütigen Rundgang auf und um den Hof erfahren.
Leben und Arbeiten unter einem schützenden Dach
Mit 47.800 Holzschindeln wurde das Dach des Ochsenhofs 1881 neu eingedeckt. Noch heute ist ein Großteil des rießigen Dachs schindelgedeckt und die traditionelle Architektur des Hofes ist erhalten geblieben.
Warum die alten Eindachhöfe im Schwarzwald so konstruiert wurden und wie das Leben der Bauernfamilien im Schwarzwald früher funktionierte, das könnt Ihr auf dem Ochsenhof in einer ca. 90 minütigen Führung erfahren.
Mit offenen Augen und Eselsohren unterwegs am Rohrhardsberg
Die zwei Esel Marcello und Apollo beweiden hauptsächlich mit Genuss die Magerwiesen um den Ochsenhof. Aber sie sind auch treue und gutgelaunte Begleiter bei einer gemütlichen Tour (ca. 90 min) zu einigen besonders schönen
Ecken und Ausichtspunkten am Rohrhardsberg.
Für alle Angebote ist eine persönliche Anfrage und eine frühzeitige Terminabsprache unbedingt erforderlich.
Kontakt:
Jörg Mack und Almud Brünner, Ochsenhof, 78136 Schonach
Tel: 07722/6272, www.ochsenhof.com:http://www.ochsenhof.com/
Schulklassenwanderungen und mehr mit der Naturführerin Ingrid Schyle (in Bearbeitung)
Aktive Landschafts- und Biotoppflegearbeiten
Kartierungen, Untersuchungen und geführte Touren mit der Naturführerin Michaela Allgaier
Telefon: 07682-924392 oder 01520-4924946
E-Mail: michaela.allgaier@web.de
Gruppenquartiere
Ochsenhof Der Ochsenhof bietet Übernachtungsmöglichkeit für Gruppen bis maximal 20 Personen im Rahmen von Bildungaufenhalten am Rohrhardsberg. Gekocht wird in der Gruppenküche, die Stube mit dem großen Kachelofen dient als Lern- und Aufenhaltsraum.
Kontakt:
Jörg Mack und Almud Brünner, Ochsenhof, 78136 Schonach
Tel: 07722/6272, www.ochsenhof.com:http://www.ochsenhof.com/
Waldschulzeltplatz Weißenbach und Schindelhaus In der Nähe des Naturerlebnisraums am Rohrhardsberg liegt der Waldschulzeltplatz Weißenbach, eine waldpädagogische Einrichtung des Forstamtes. Hier besteht die Möglichkeit, den Besuch des Naturerlebnisraumes mit einem abenteuerlichen Zeltlager zu verbinden und eine ganze Woche in der Natur zu verbringen.
Während eines solchen einwöchigen Waldjugendcamps kann der Naturerlebnisraum unter Anleitung erkundet und die Erkenntnisse an den Folgetagen vertieft werden. Weitere Themen einer solchen Woche könnten sein:
„Walderlebnisse – hautnah“ – den Wald mit allen Sinnen entdecken und die Natur erleben
„Erkunden und Erkennen“ – Ökosystem Wald, Tier- und Pflanzenkunde
„Handeln vor Ort“ – Durchführen von Biotoppflegearbeiten und forstlichen Tätigkeiten, wie Offenhaltung von Wiesen, Bachrandgestaltung, Hochsitzbau etc., hierbei kann auch der richtige Umgang mit Axt und Säge erlernt werden
„Sport erleben – Natur bewahren“ – Schwarzwälder Fünfkampf, Sommerbiathlon, Geocaching. Outdoorsportarten naturverträglich durchführen.
„Verbessern der Teamarbeit“ – direkt angrenzend an den Zeltplatz befindet sich ein Parcours mit verschiedenen Aufgaben, die nur im Team gelöst werden können.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, Teile der genannten Themen in einen eintägigen Besuch des Naturerlebnisraumes zu integrieren. Gerne stimmen wir das Programm individuell auf die jeweilige Gruppe ab.
Auf dem Zeltplatz können bis zu 40 Personen übernachten. Die komplette Zelt- und Küchenaus-rüstung kann zur Verfügung gestellt werden. Im benachbarten Schindelhaus besteht für bis zu 20 Personen Übernachtungsmöglichkeit (Matratzenlager).

Schindelhaus

Matratzenlager

Zeltplatz

Feuerstelle
Kontakt:
Kreisforstamt, Betriebstelle Triberg
Amthausweg 2, 78098 Triberg
07721-9133000, forst.triberg(at)lrasbk.de
Die Idee
Kinder und Jugendliche, die Entscheidungsträger von morgen, wollen wir in ein Modellvorhaben am Rohrhardsberg einbinden. Warum sollen Tiere, Pflanzen und Lebensräume (Flora-Fauna-Habitat) und Vögel der EU-Vogelschutzrichtlinie in Natura 2000 Gebieten geschützt werden? Welche Kenntnisse, Meinungen und Beziehungen hat unsere junge Generation zu diesem Thema? Wie können wir sie ansprechen und welche Erlebnisse und Zugänge brauchen sie zu diesem komplexen und aktuellen Naturschutzthema?
Daran arbeiten wir in einer gemeinsamen und intensiven Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern in einem offenen Beteiligungsprozess am Rohrhardsberg von 2007 bis 2009. Dieser Prozess wird von einer Begleitgruppe unterstützt und beraten.
Zweck dieses Modellvorhabens ist es, Kindern und Jugendlichen auf innovative Weise Sinn und Zweck von ausgewählten Natura 2000 Lebensräumen und –arten im Naturschutzgebiet im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu vermitteln. Es soll ein naturverträglicher Naturerlebnisraum entstehen, um Naturerkundungen, -erforschung und –erlebnis für die jungen Besucher ab 2009 zu ermöglichen. Dabei sollen die heimischen Tiere, Pflanzen und Lebensräume vor schädlichen Eingriffen bewahrt und Installationen auf ein Minimum beschränkt werden.
Unsere Ziele
- Naturschutz braucht junge Partner zur langfristigen Sicherung des europäischen Naturerbes
- Aktive Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Entwicklung eines Naturerlebnisraums, sodass diese sich in einem dreijährigen Prozess Wissen und Werte aneignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft notwendig sind
- Attraktivitätssteigerung des Gebietes für die junge Generation in der Region sowie Gästen angrenzender Gemeinden
- Sensibilisierung der jungen Teilnehmer und der örtlichen Bevölkerung für die Einzigartigkeit der Landschaft im LIFE-Projektgebiet
Ansprechpartner
Monika Baumhof-Pregitzer, Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg, Stuttgart
Monika.Baumhof-Pregitzer@uvm.bwl.de
Johannes von Stemm, Forstamt Betriebsstelle Schwarzwald, Triberg
j.vonStemm@lrasbk.de
Michael Zonsius, TeamErlebnisNatur, Kirchzarten
mail@tem-erlebnis-natur.de
Hier können Sie unseren PDF-Flyer herunterladen: Flyer_Naturerlebnisraum.pdf
Projektträger Der Naturerlebnisraum im Natura 2000–Gebiet Rohrhardsberg ist ein Modellprojekt der Stiftung Naturschutzfonds in Zusammenarbeit mit dem Kreisforstamt Schwarzwald-Baar-Kreis (Projektpartner) unter dem Motto “Natur bildet”. Gefördert wird diese Maßnahme zu 50% durch das Förderprogramm LIFE Natur der Europäischen Union, zu 6,6% aus Personalkosten des Kreisforstamtes und zu 43,4% aus Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg. Mit der gemeinsamen Umsetzung in einem offenen Beteiligungsverfahren wurde das Projektbüro TeamErlebnisNatur (Erlebnispädagogen und Biologen) beauftragt. Grundlage der Auftragsvergabe ist das Ergebnis eines Ideenwettbewerbs.
Der Entstehungsprozess
Unsere Milestones
- im Sommer 2007: mehrtägige Zukunftswerkstatt am Ochsenhof
- bis Ende 2007: Gesamtkonzept erstellt
- bis Sommer 2008: Detailplanung erstellt
- bis Herbst 2009: Eröffnung des Naturerlebnisraumes
Vorgehen und Beteiligte
Der Naturerlebnisraum Rohrhardsberg entsteht in einem gemeinschaftlichen Prozess, an dem Kinder, Jugendliche von sieben Schulen und Erwachsene beteiligt sind.
Beteiligte Schulen
- GHS Schonach
- Otto Hahn Gymnasium Furtwangen
- Realschule Furtwangen
- Hauptschule Elzach
- GHS Gutach
- RS Elzach
- Freie Schule Elztal
- Grundschule Yach
Beteiligte Unternehmen
- Azubis der Firma Burger
Mitglieder der Begleitgruppe
- RP Freiburg Ref. 56 als Projektleiter des LIFE-Projekts (+ NSG)
- Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg (Projektträger und Geldgeber)
- Kreisforstamt Schwarzwald-Baar als Projekt-Partner mit Personalkapazitäten, Ortskenner und Flächeneigentümer
- untere Naturschutzbehörde (FFH-Verträglichkeit)
- untere Schulbehörde (Vernetzung schulische und außerschulische Bildung)
- örtliche Vereine und Verbände: BUND, Naturfreunde, Schwarzwaldverein (Akteure und Ortskenner)
- örtliche Bildungseinrichtungen: Ochsenhof, Ökostation (Akteure und Bildungsanbieter)
- Vertreter der beteiligten Schulen (Pädagogische Begleitung der Kinder und Jugendlichen-Akteure)
- Gemeinde Schonach
- Einbindung der zukünftigen Naturführer/innen (Frau Schyle, Herrn Kienzler, Frau Schwarz, Frau Grob)
Weitere Experten
- Clemens Fritz, Landratsamt Emmendingen
- Zeljko Rusic und Herbert Schneider, Holzkünstler
- Kürner und Burger, Holzbau
- Michael Feser, Naturführer und Betreiber Hochseilgarten Triberg
Verlauf
Nach der Zukunftswerkstatt im September 2007, in der die Wünsche und Erwartungen der Kinder und Jugendlichen entwickelt wurden, ging es in der Planungsphase im Frühjahr / Sommer 2008 darum, in gemeinsamen Diskussionen einen Plan für das Gebiet zu entwickeln, dem sich alle Beteiligten anschließen können und der dann auch im Rahmen des LIFE- Natur- Projektes umgesetzt werden kann.
Dieser Schritt auf dem Weg zum Naturerlebnisraum erforderte bei den Kindern und Jugendlichen auf der einen Seite Konzentration und Ausdauer, weil Argumente formuliert und eigene Wünsche an das Gebiet untereinander und mit Erwachsenen diskutiert wurden. Auf der anderen Seite boten gerade diese Diskussionen aber auch wichtige Erfahrungen für die Demokratieschulung der Jugendlichen und ermöglichen es später den Kindern und Jugendlichen, sich mit den Ergebnissen nachhaltig zu identifizieren. Grundsätzlich erwerben die teilnehmenden Jugendlichen fachliche, methodische und soziale Kompetenzen und erfahren Handlungsfähigkeit in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Experten und Berufsgruppen. Den Erwachsenen, die als Partner im Prozess beteiligt sind, werden durch die Diskussionen Veränderungen im Lern- und Freizeitverhalten der jungen Zielgruppe deutlich. Mit Hilfe des generationenübergreifenden Ansatzes können sie neue Erkenntnisse bei der Vermittlung von Naturschutzwissen und –handeln erwerben.
Planungsphase Frühjahr/ Sommer 2008
Die Aufgabe des ersten Planungstreffen am 28. Februar 2008 war es, an die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt anzuknüpfen. Die Schüler wurden dort bereits in drei Planungsgruppen aufgeteilt. Als Hausaufgabe sollten die Schüler Vor- und Nachteile der einzelnen Projekte festhalten. Dabei wurde deutlich, dass einige Ideen aufgrund von Sicherheits- und Wartungsaufwand variiert bzw. gestrichen werden mussten.
Die Aufgabe des zweiten Planungstreffens am 17. April 2008 war es, die Ergebnisse des ersten Planungstreffens probeweise in die naturräumliche Umgebung des Rohrhardsberges aufzubauen. Hier stellten sich ganz praktische Dinge heraus, z.B. die Frage nach der Art der Beschaffenheit von Bäumen, Standortfaktoren und Plätzen, an oder mit denen die Projektideen verwirklicht werden sollen.
Am dritten Planungstreffen am 13./ 14. Juni am Moosmättle stand die Erforschung der Wege im Gebiet zwischen Ochsenhof und Moosmättle im Vordergrund. Es wurde Ausschau gehalten nach möglichen Orten, an denen die einzelnen Projekte verwirklicht werden können, und es wurde untersucht, welche Wege im Gebiet für den Naturerlebnisraum nutzbar sein können. Dabei wurde ein neuer Verbindungsweg (der alte Rückeweg) zwischen Ochsenhof und Skilift als mögliche Teilstrecke der Themenpfade entdeckt und es Orte favorisiert, an denen die einzelnen Projektideen umgesetzt werden sollen.
Am vierten Planungstreffen am 19. Juni wurde der Stand der Planungen der Begleitgruppe vorgestellt und das pro und contra diskutiert. Ausgehend vom Ochsenhof wurden dann in einer Vor-Ort-Begehung die bisher vorgesehenen Standorte der Projekte angeschaut. Dabei wurde deutlich, dass für den Platz der Baumschaukel keine Kompromisslösung gefunden werden konnte und damit erneut ein Alternativstandort ausfindig gemacht werden musste. Der Alternativstandort wurde mit den Schülern in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien ausgewählt.
Stand Dezember 2008
Realisierungsphase: Herbst 2008 bis Herbst 2009
Seit Herbst 2008 haben wir mit der Umsetzung begonnen.
- Themenwege – Informationen zu den verschiedenen Lebensraumtypen und Tieren. Auf verschieden langen Touren kann der Naturerlebnisraum erforscht und entdeckt werden. Hierfür erhalten die nutzenden Gruppen einen Rucksack/Wanderstab inkl. Kompass und Karte und weitergehenden Informationen und Aufgabenstellungen.
- Tiere aus Holz – Im Naturerlebnisraum sollen verschiedene FFH-Tiere aus Holz aufgestellt werden – ausgehend von den vorgeschlagenen Routen im Gebiet sind sie mittels im Waldboden befindlicher Fußspuren in unmittelbarer Wegnähe zu finden.
- Auerwildkugelbahn – In einem Fichtenreinbestand wurde vorab (naturschutzrechtliche Befreiung NSG) eine Auerwildkugelbahn mit Auszubildenden einer Firma aus Schonach realisiert. Hier wird anhand der Kugelbahn einiges zur Biologie (Merkmale, Lebensraum, Gefährdung) des Auerwildes vermittelt.

Sie wurde in einem Fichtenbestand angelegt, der hierfür aufgelockert wurde. Das vorhandene Laubholz wurde damit gefördert.

Anhand der Station soll spielerisch Wissen über die Biologie und Gefährdung des Auerwildes aufgezeigt werden. - Hängebrücke/ Wasserstation – Zwischen dem Parkplatz Mühlebühl und dem Moosmättle soll eine Hängebrücke über die Elz leiten. Sie soll den Anreiz bieten, sich mit dem Lebensraum Fließgewässer näher zu beschäftigen und zu untersuchen, was im und am Bach lebt. Am Eingang zum Grillplatz wurde im Herbst 2008 ein kleiner Tümpel angelegt, um vergleichend ein Stillgewässer für Untersuchungen zu haben und vorhandene sensible erkundete Bereiche im Moorbereich zu schonen.

Im neuen Tümpel soll die Möglichkeit bestehen, vergleichend mit der Fließgewässerstation Untersuchungen an einem Stillgewässer vornehmen zu können.

- Grillstelle mit Wiesen und angrenzenden Mooren – die schon viele Jahre bestehende Grillstelle wurde in den Sommermonaten als Treffpunkt und Planungsstation genutzt und von den Azubis wurden die alten durch neue Holzbänke ersetzt sowie die Feuerstelle “gesichert”. Hier sollen mit Hilfe eines Herbariums und Bestimmungshilfen die Pflanzen der Wiesen und Moore am Moosmättle erforscht und kennengelernt werden. Dazu laden Kochrezepte zum Zubereiten von Speisen mit Kräutern (unter Anleitung der fachkundigen Naturführer) der Umgebung ein oder eine Wiesenralley mit spannenden Fragestellungen.
- Baumschaukel und Vogelbestimmung – Am Waldrand oberhalb des Ochsenhofes soll zwischen zwei Bäumen eine Baumschaukel/Hängematte installiert werden, die die Beschäftigung mit der Vogelwelt am Rohrhardsberg zum Hintergrund hat. An umliegenden Bäumen sollen Vögel aus Holz versteckt werden, die die Besucher entdecken können. Vogelstimmen auf MP 3 Playern sollen die Bestimmung erleichtern und das Erlebnis vertiefen.
- Walderlebnisstation und Kletterreh – Am Waldrand und Wasserspeicher oberhalb der Siedlung Rohrhardsberg soll eine Walderlebnisstation entstehen. Hier soll an einem Rastplatz mittels verschiedener Exponate Anreiz dazu gegeben werden, sich mit den verschiedenen Baum- und Pflanzenarten auseinanderzusetzen.
Ein Wildschwein dient darüber hinaus als Punkt, an dem Informationen über die Lebewesen des Waldes und die Flora des Gebietes gesammelt werden können. - Ochsenhof: Bio-Landwirtschaft am Rohrhardsberg erleben.
Das behäbige und urwüchsige Schwarzwaldgehöft wurde im Jahr 1700 erbaut, in den letzten Jahrzehnten mit viel Liebe renoviert und steht heute unter Denkmalschutz. Das Trinkwasser wird aus einer eigenen Quelle gewonnen. Die Energieversorgung erfolgt unabhängig vom Stromnetz über eine eigene Wasserturbine, geheizt wird mit Kachelöfen und Holzzentralheizung. Der Hof wird im Nebenerwerb als BIOLAND-Betrieb bewirtschaftet. Viele Arbeiten werden dabei noch von Hand ausgeführt. Mit auf dem Hof leben Kühe, Ziegen, Hühner, Katzen und ein Hund. Von Juni bis September dienen die Weiden ums Haus als Sommerweide für Kühe. Der Ochsenhof bietet mit seinen Ferienwohnungen optimale Voraussetzungen für Bildungsaufenthalte auch für Schul-/Jugendgruppen, gekocht wird in der Gruppenküche, der Aufenthaltsraum dient als große Lern- und Lebensstube. Am Ochsenhof sollen als Teil des Naturerlebnisraumes Führungen ab Herbst 2009 zur biologischen Landwirtschaft und gesunder Ernährung angeboten werden, bei denen die Kinder und Jugendlichen diesen Bioland-Bauernhof durch seine Bewirtschafter (Jörg Mack / Almud Brünner) kennenlernen. Eine frühzeitige Anmeldung ist dabei allerdings dringend erforderlich.
Auf der Karte sind die Plätze der geplanten Stationen eingezeichnet.
Die Stationen sind dabei so gewählt, dass sie an möglichst wenig sensiblen Bereichen bzgl. der Umweltverträglichkeit liegen. Da es Ziel des Naturerlebnisraumes ist, die FFH Lebensraumtypen und Arten den Kindern und Jugendlichen näher zu bringen, musste die Lage aber auch so gewählt werden, dass die Lebenraumtpen als Anschauungsobjekt miteinbezogen werden.
Wegenetz
Der Großteil des geplanten Rundkurses verläuft auf bestehenden Wander- und Forstwegen. Als Neuanlage/Reaktivierung ist lediglich die Verbindung vom Skilift zum alten Rückeweg zwischen Ochsenhof und Skilift sowie eine Querverbindung zum Mühlebühl angedacht und ein kurzes Teilstück zwischen Grillstelle und Hängebrücke, das zum Teil auf einem alten Weg verläuft und ansonsten entlang der Hangkante verläuft -auf der Karte gestrichelt eingezeichnet. Die neuen Teilstücke werden als reine Fußpfade ohne weitere Befestigung begehbar sein.
Dank an Spender
Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg bedankt sich herzlich für die Sachspende eines Slacklines bei der Firma Gibbon Slacklines – ID Sports GmbH.
Über weitere Sach- und Geldspenden würden wir uns sehr freuen (Link zum Spenden).
Einweihung und Übergabe des “Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche im Natura 2000-Gebiet Rohrhardsberg” am Freitag, den 09. Oktober 2009 beim Ochsenhof von 11.00 bis 14.00 Uhr
Das Modellprojekt “Naturerlebnisraum von und für Kinder und Jugendliche im Natura 2000–Gebiet Rohrhardsberg” wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Kreisforstamt Schwarzwald-Baar-Kreis unter dem Motto “Natur bildet” durchgeführt. 2007 starteten wir mit dem Forstamt sowie Schülerinnen und Schülern der Region diese Bildungsmaßnahme im Rahmen einer Zukunftswerkstatt. Die Ideen der Zukunftswerkstatt wurden mit einer Begleitgruppe, Experten vor Ort sowie Schülerinnen und Schülern konkretisiert und realisiert. Die Ergebnisse möchten wir Ihnen nun präsentieren!
Am Freitag, den 09. Oktober 2009, wird Frau Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, MdL den Naturerlebnisraum Rohrhardsberg offiziell einweihen und seiner zukünftigen Bestim¬mung übergeben. Die Veranstaltung beginnt um 11.00 Uhr vor dem Ochsenhof und endet gegen 14.00 Uhr am Moosmättle (nur für geladene Gäste).
Das Modellprojekt, das zwischenzeitlich auch als offizielles Projekt der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet wurde, basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg, dem Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, den Naturschutzverbänden, dem Ochsenhof, Artenschutzkennern, Bildungs¬einrichtungen, den Naturführern Rohrhardsberg sowie Künstlern und Handwerkern im LIFE-Projektgebiet “Rohrhardsberg, Obere Elz und Wilde Gutach”. Als Naturerlebnis¬experten konnten über 50 Schülerinnen und Schüler aus 10 umliegenden Schulen, über 30 Auszubildende der Firma Burger und neun Jugendliche des Raphaelshaus Dormagen mobilisiert werden.
Der Naturerlebnisraum kann als Lern- und Erfahrungsort zu Natura 2000-Arten und – Lebensräumen auf spannende Art und Weise genutzt werden. Schülerinnen und Schüler haben mobile Rucksäcke und stationäre Elemente zum Erforschen der Natur entwickelt, sei es der Holztier- oder Wasserpfad, ein Amphibienteich, die Auerhuhnkugel¬bahn, eine Waldsta¬tion mit Kletterwildschwein, ein Feuerplatz rund um das Thema Wiese, eine Baumhänge¬matte zum Lauschen von Vogelstimmen oder die Baumbrücke über die Elz als For¬schungs¬station für Kleinstlebewesen. Am Ochsenhof selbst dreht sich alles um die öko¬logische Landwirtschaft sowie das Leben und Arbeiten auf einem Schwarzwald¬bauern¬hof.
Der Naturerlebnisraum wurde auf Flächen der Landesforstverwaltung errichtet und wird von der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg nun an den Partner, das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, übergeben. So können die Schulen und Jugendgruppen rund um das LIFE-Projektgebiet von den Ergebnissen profitieren und die vielfältige Natur- und Kulturlandschaft am Rohrhardsberg naturnah erleben und hautnah kennen lernen.
